ZIELBEREICH «WISSENSCHAFT & ÖFFENTLICHKEIT»

Wissenschaftsdialog
seit 1999



Trotz politischen Bekenntnissen zur wissensbasierten Gesellschaft, trotz Förderung des Rohstoffs Wissen und trotz zunehmender Durchdringung sämtlicher Lebens- und Arbeitsbereiche von Anwendungen neuster Technologien und Wissenschaften zeigt die breite Öffentlichkeit immer wieder eine grosse Entfremdung gegenüber wissenschaftlichen Themen. Dieser Gegensatz ist nicht zukunftsfähig; ein öffentlich geführter Wissenschaftsdialog tut not, insbesondere auch eine niederschwellige Wissenschaftskommunikation, die eine Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen vermag.

Wissensgesellschaft als Herausforderung


Als rohstoffarmes Land mit kleinem Binnenmarkt hat die Schweiz stets auf Produktionssteigerung im Technologie- und Dienstleistungssektor setzen müssen. Insofern ist unser Land schon lange auf dem Weg zu einer wissensbasierten Gesellschaft: Eine ganz besondere Bedeutung kommt der Lehre und der Forschung an Hochschulen zu. Beide werden weitgehend durch Steuern finanziert und bilden die Basis zur Schöpfung des Produktes «Wissen».

Gleichzeitig trifft spezialisiertes Wissen zunehmend auf öffentliches Misstrauen und Verunsicherung. Gefordert ist eine wirksame Wissenschaftskommunikation im Sinne der Beteiligung der breiten Öffentlichkeit an der wissensbasierten Zukunftsgestaltung. Zentrale Fragen dabei sind: Was leistet Wissenschaft? Was kann und was darf die Gesellschaft von ihr erwarten? Wo liegen die wissenschaftlichen Möglichkeiten und wo die Grenzen?

Integrierter Ansatz


Dem Thema «Wissenschaft und Öffentlichkeit» gibt die Gebert Rüf Stiftung im Rahmen seiner Förderaktivitäten seit Stiftungsgründung seine Bedeutung, indem sie immer wieder neue und vielversprechende Ansätze von Kommunikation in und mit Bereichen der Bildung, Forschung und Innovation (Wissenschaftskommunikation) zur Realisierung bringt.

Die Pflege des Verhältnisses von Wissenschaft und Öffentlichkeit ist allerdings in der Förderstrategie der Stiftung grundsätzlich verankert und wird mit einem integrierten Ansatz verfolgt, d. h. in jedem von der Gebert Rüf Stiftung geförderten Projekt gepflegt: Die Projektleitung wird gemäss Fördervertrag (Art. 4 der projektbezogenen Vereinbarungen) verpflichtet, die ausserwissenschaftliche, d. h. öffentliche Kommunikation als Teil der wissenschaftlichen Projektarbeit zu verstehen und entsprechend zu handeln. Neben der u. a. an die Medien gerichteten Öffentlichkeitsarbeit sind zwei klar festgelegte Engagements zu leisten: Durchführung der projektintegrierten Aktivität «Schule im Labor» (Forschungsbesuch einer Schulklasse der Sekundarstufe II) und Teilnahme am «Kursangebot Medientraining» (Zweitägige Intensiv-Weiterbildung; in Kooperation mit dem Schweizerischen Nationalfonds SNF, der Schweizer Journalistenschule in Luzern MAZ und der «Maison de la communication» in Lausanne).

Die an den Förderprojekten der Gebert Rüf Stiftung beteiligten Personen, in der Regel sind dies junge Wissenschaftler, werden so mit den Anforderungen zeitgemässer Wissenschaftskommunikation konfrontiert. Auf diese Weise leistet die Gebert Rüf Stiftung ihren Beitrag dazu, dass sich der akademische Nachwuchs nicht im staatlich finanzierten Elfenbeinturm abschottet, sondern die Notwendigkeit der Kommunikation in sein wissenschaftliches Selbstverständnis integriert.

Zwei Stossrichtungen – zwei Handlungsfelder


Seit 2013 fokussiert die Gebert Rüf Stiftung ihre Aktivitäten und Projektförderungen unter dem Titel «Scientainment» im Bereich der niederschwelligen Wissenschaftskommunikation. Daneben unterhält sie im Südkaukasus ein eigentliches akademisches Nachwuchsförderprogramm, das der Ausbildung junger Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern gilt. Dessen zentrales Anliegen ist einerseits die Heranbildung junger Akademiker in den beiden Transitionsländern Georgien und Armenien zwecks Entwicklung einer «evidence based» policy, andererseits die Lancierung eines auch öffentlichen Diskurs' über die «Nützlichkeit» der Sozialwissenschaften:

Zielbereich «Wissenschaft & Öffentlichkeit»

Der strategische Zielbereich wird mit zwei unterschiedlich gerichteten Handlungsfeldern verfolgt:
ASCN
SCIENTAINMENT

Neue Initiative des SNF

März 2011: Stärkung des Austausches zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Programm Agora

Wissenschafts-Kommunikation

Öffentliche Portale für Forschung und Innovation
myScience
questions sur