ETEACH – NACHHALTIGKEIT NEUER LERNTECHNOLOGIEN

Programm Nachhaltigkeit Neuer Lerntechnologien:
Aufbau des Swiss Centre for Innovations in Learning
seit 2001, Outphasing Ende 2012 abgeschlossen



Im Zuge der Internet-Euphorie der späten 90er-Jahre wurden die neuen Lerntechnologien auch in der Schweiz zum regelrechten Hype. Schon wurde die hochschuldidaktische Revolution verkündet. Die einzelnen Projekte blieben aber oft wenig effektiv. Vor diesem Hintergrund lancierte die Gebert Rüf Stiftung im Jahr 2001 das Kompetenzzentrum eTeach an der Universität St. Gallen, wobei der Hochschulstandort mit einer Ausschreibung ermittelt wurde.


Wirkungsbetrachtung für eLearning


Selbst die Bildungs- und die Wissenschaftspolitik blieben von der IT-Blase nicht verschont. An allen Standorten und auf allen Stufen wurde die frohe Botschaft von einem neuen Zeitalter des Lernens verkündet. Staatliche Förderprogramme wie der Virtual Campus Switzerland versuchten, das Thema breit zu verankern. Die angebliche eLearning-Revolution war aber oft ein wenig nachhaltiges Gebastel, Mittel waren ja reichlich vorhanden und niemand wollte den Anschluss ans neue Zeitalter verpassen. So fand auch kaum ein Austausch statt, selten wurde die Frage nach der Effektivität gestellt. Vor diesem Hintergrund lancierte die Gebert Rüf Stiftung im Jahr 2001 ein Kompetenzzentrum für neues Lernen. In der Folge wurden ausserhalb dieses Schwerpunkt-Engagements keine Projekte aus dem Bereich e-Learning mehr finanziert.

Bündelung der Mittel


Nach einer Vorbereitung durch einen Beirat beschloss der Stiftungsrat, eine Anschubfinanzierung für ein universitäres Kompetenzzentrum auszuschreiben. Die Fachhochschulen, Universitäten und die beiden Eidgenössisch-Technischen Hochschulen wurden kontaktiert und über die Ausschreibung informiert. Aus den 9 Projekteingaben ging nach einem zweistufigen Selektionsverfahren die Universität St. Gallen als Gewinnerin hervor.

Swiss Centre for Innovations in Learning «scil» an der Universität
St. Gallen


Im Jahr 2003 begann der Aufbau des Swiss Centre for Innovations in Learning «scil». Die in Jahresetappen und nach Milestones gegliederte Anschubfinanzierung war mit einem Fördervolumen von CHF 6 Mio. auf ursprünglich 5 Jahre angelegt. Weil aber das «scil» sehr rasch mit Dienstleistungen und Forschungsprojekten eigene Mittel beibrachte, konnte die Förderung durch die Gebert Rüf Stiftung auf insgesamt ein Jahrzehnt erstreckt werden.
Der gesamte Intial-, Aufbau- und Konsolidierungsprozess wurde von einem Programmcoach und von einem Beirat begleitet. Insgesamt setzte die Gebert Rüf Stiftung ein Förvolumen von knapp CHF 7 Mio. ein.
Ende 2012, zum Zeitpunkt des Abschlusses des Outphasings, stand das «scil» auf soliden Beinen, dies in wissenschaftlicher, organisationeller und finanzieller Hinsicht.