FÖRDERKRITERIEN

Innovationsförderung



Die Gebert Rüf Stiftung betreibt Innovationsförderung. Sie fördert keine Projekte, die Bekanntes, Erprobtes und Bewährtes nach dem Motto «schneller, höher, besser, genauer» optimieren, sondern grundlegend Neues bewirken wollen. Oft sind dies Projekte mit «Brückensteinfunktion», Vorhaben also, die massgeblicher Teil eines grösseren Wirkungszusammenhangs sind. Die Gebert Rüf Stiftung versucht, mit ihren Förderaktivitäten Hebelwirkung zu erreichen. Sie positioniert sich im sog. Tal der Tränen (periode des vaches mortes), wo für viele innovative Projekte die Förderkette abreisst.


Nachwuchsleute und Handlungsfelder


Die Förderpolitik gilt insbesondere Projekten von hochqualifizierten Nachwuchskräften, die eigenständige Wege gehen. Die Projektförderung der Gebert Rüf Stiftung ist daher immer auch Personenförderung. Um Wirkung zu erzielen, legt die Stiftung Wert auf die Vernetzbarkeit von Einzelprojekten und auf deren Zuordnung zu ihren Handlungsfeldern.

Grundkriterien – Positivkriterien – Negativkriterien


Gefragt sind innovative Projekte von hoher Relevanz und wissenschaftlicher Qualität, die durch «Originalität», «Wirksamkeit», «Transferpotential» und «Interdisziplinarität» abgesichert sind. Diese Grundkriterien stehen in einem wechselseitigen Wirkungszusammenhang. Förderungswürdige Projekte sollen diesen in hohem Mass entsprechen. Daneben wendet die Gebert Rüf Stiftung bei der Selektion eine Reihe von griffigen Auswahlkriterien an: Positivkriterien (besonders erwünscht sind) und Negativkriterien (nicht erwünscht sind).

Positionierung in der Innovationskette


Die Unterstützung von Grundlagenforschung betrachtet die Gebert Rüf Stiftung nicht als ihre Aufgabe, ebensowenig die Bereitstellung von Venture Kapital. Vielmehr fördern sie in der seit längerem bekannten Finanzierungslücke, dort also, wo keine Grundlagenforschungsgelder mehr zur Verfügung stehen und noch kein Venture Kapital.