UNSERE FINANZEN

Wirkungsvolle Umsetzung des Stiftungszwecks



Die Leistungsfähigkeit einer Stiftung beruht nicht nur auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen und auf einem strategiebegründeten und wirkungsorientierten Fördermanagement. Auch der verfügbare Nettoertrag des Stiftungsvermögens ist entscheidend. Grundlage dazu sind Qualität und Entwicklung der Vermögensanlage.

Die Gebert Rüf Stiftung legt im Sinne des Transparenzgebotes ihre Finanzen offen, die Förderbeiträge (Stiftungs-Output) wie die Vermögensanlage (Finanz-Input).

Vermögensanlage


Seit 2006 wird das Stiftungsvermögen (Gründungsvermögen CHF 220 Mio.) der Gebert Rüf Stiftung gemäss einer periodisch optimierten Anlagestrategie bewirtschaftet. Dabei wird in passive, indexnahe Anlagen investiert. Es werden keine Einzeltitel gekauft oder verkauft. Bei den indexnahen Anlagen wird nach dem Prinzip des Asset Poolings in grosse Fonds investiert, die aufgrund ihrer Grösse entsprechend günstige Gebühren anbieten können.

Gegenüber einer aktiven Umsetzung führt dies zu tieferen Gebühren und der Gewährleistung, dass ungefähr die Marktrendite erreicht wird. Zum einen kann der Markt langfristig nicht geschlagen werden. Zum anderen sind die Kosten für passive Anlagen aufgrund der vereinfachten Vermögensverwaltung und aufgrund der Teilnahme an Pooling-Lösungen deutlich tiefer. Aktive Anlagen werden nur verwendet, wenn in einer Anlagekategorie keine geeigneten passiven Produkte zur Verfügung stehen.

Ein Mission-Based Investment lässt sich aus dem Stiftungszweck der Gebert Rüf Stiftung nicht ableiten.

Indexanlagen für Vergabestiftungen


Auf Beginn des Jahres 2010 wurde die bisherige Anlagestrategie weiter optimiert. Dank des Wechsels zu speziell für Vergabestiftungen konzipierten Indexprodukten muss die Gebert Rüf Stiftung insbesondere bei den ausländischen Aktienanlagen weniger Quellensteuern abliefern als bisher. Dadurch verbessert sich die Nettorendite nach Kosten.

Zudem wird neu auch im Aktienbereich ein Teil des Fremdwährungsrisikos abgesichert. So wurde im Jahr 2010 die Rendite eines grossen Teils der Anlagen nicht durch die Stärke des Schweizer Frankens beeinträchtigt. Dies hat die Kosten des Wechsels in der Anlageform bereits mehr als kompensiert.

Die neue, verbesserte Anlagelösung wurde im Rahmen einer Pooling-Lösung, d. h. einer Einkaufsgemeinschaft für Förderstiftungen realisiert. Dank des Pooling verschiedener Vermögen konnte die Gebert Rüf Stiftung ihre Vermögensverwaltungskosten weiter senken. Für die Projektförderung steht so mehr Geld zur Verfügung.

Ausschüttungen


Seit ihrer Gründung Ende 1997 hat die Gebert Rüf Stiftung total ca. CHF 180 Mio. freigesetzt (Finanzabflüsse), wovon über CHF 164.7 Mio. in die direkte Projektförderung investiert wurden.

Anlageerfolg in % und Mio. CHF



Periode
Nettorendite
Überschussrendite
Mittelabflüsse
Vermögen in CHF Mio.
1. Halbjahr 16 +2.38 –0.89   7.8 158.1
per 31.12.15 –0.12 –1.04 14.3 158.9
2. Halbjahr 15 –0.20 –0.81   6.1 158.9
1. Halbjahr 15 +0.08 -0.23   8.2 168.7
per 31.12.14 +8.42 -0.04 12.8 175.3
2. Halbjahr 14 +3.82 -0.01   5.2 175.3
1. Halbjahr 14 +4.43 -0.03   7.6 175.4
per 31.12.13 +8.06 +0.02  10.7 173.4
2. Halbjahr 13 +4.56 -0.01   3.5 173.4
1. Halbjahr 13 +3.35 +0.03   7.2 171.1
per 31.12.12 +8.07 +0.02 11.4 170.6
2. Halbjahr 12 +3.96 –0.01   4.8 170.6
1. Halbjahr 12 +3.95 +0.02   6.5 170.6 
per 31.12.11 +1.08 +0.25 10.0 169.0 
2. Halbjahr 11 +0.76 +0.21  4.2 169.0 
1. Halbjahr 11 +0.25 +0.05  5.8 173.7 
per 31.12.10  +3.6 –0.68   8.5 177.3 
2. Halbjahr 10  +4.43 –0.44   3.2 177.3 
1. Halbjahr 10 –0.79 –0.23  5.3 174.7
per 31.12.09 +14.13
+1.72
 9.4
180.5
2. Halbjahr 09
+9.07
+0.86
 4.8
180.5
1. Halbjahr 09
+4.64
+0.76
 4.6
170.4
per 31.12.08
–17.34
–0.31
 9.1
167.3
2. Halbjahr 08
–10.02
–0.38
 4.6
167.3
1. Halbjahr 08
–8.13
+0.04
 4.5
190.9
per 31.12.07
+0.26
+0.04
10.3
212.4
2. Halbjahr 07
–1.80
–0.03
 5.5
212.4
1. Halbjahr 07
+2.09
+0.06
 4.8
221.2
per 31.12.06
+4.37
–0.05

10.1

222.2
2. Halbjahr 06
+6.65
–0.09

 5.3

222.2
1. Halbjahr 06
–2.15
+0.03
 4.8
214.4
Vergleichsgrösse per 31.12.2005
224.2

  • Die aktuelle Anlagestrategie erwartet eine langfristige Portfoliorendite von rund 2.8% p.a.

Das Portfolio der Gebert Rüf Stiftung in der Finanzkrise 2007/2008


Mit der Jahresrendite von -17.34 % für das «annus horribilis» 2008 kommt die Gebert Rüf Stiftung angesichts der massiven Kapitalmarkt-Abstürze relativ glimpflich davon: Performancevergleiche mit anderen Stiftungen und Indizes sagen nur bedingt etwas über den Anlageerfolg aus, da unterschiedliche Portfoliozusammensetzungen verglichen werden. Mit dem Portfolio der Gebert Rüf Stiftung vergleichbar ist am ehesten der Pictet BVG-40 Index, dessen Performance im Jahr 2008 praktisch identisch ist.

Governance


Der Stiftungsrat ist für die Bewirtschaftung des Stiftungsvermögens verantwortlich. Für diese Aufgabe hat er einen Finanzausschuss eingesetzt. Die Anlageorganisation basiert auf dem Prinzip von «checks & balances»; jegliche Interessenskonflikte werden im Rahmen eines klar strukturierten Wertschöpfungsprozesses vermieden.
Anlagestrategie & Asset Pooling: Vermeidung von Interessenskonflikten

Pooling von Stiftungsvermögen


Auf Beginn des Jahres 2010 konnte die Gebert Rüf Stiftung die seit längerem verfolgte Idee des Vermögens-Pooling gemeinsam mit einem strategischen Partner realisieren – bei vollständiger Wahrung ihrer Unabhängigkeit. Alle «gepoolten», d. h. nicht individuell für jede Stiftung zu erbringenden Leistungen, können zu Preisen eingekauft werden, welche für ein Vermögen von der Grösse des gesamten Pools gelten.

Zum einen konnten auf diese Weise die Vermögensverwaltungskosten weiter reduziert werden. Zum anderen bietet sich nun auch für kleinere Förderstiftungen die Möglichkeit, ihr Vermögen zu deutlich tieferen Vermögensverwaltungskosten anzulegen als im Rahmen einer individuellen Lösung.

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